Wie ging der Spruch? Einmal ist Zufall, zweimal ein Trend und ab drei ist es eine Tradition? Damit ist die Fahrt in die Sächsische Schweiz zu Weihnachten ein Trend, den ich definitiv zur Tradition machen möchte.

Letztes Jahr war es die Bastei. Auf der Suche nach dem klassischen Postkartenmotiv haben wir uns früh aus dem Bett gequält und haben stattdessen nebelverhangene Tristheit bekommen (Im Fachjargong “moody”). Das gesuchte Motiv habe ich dann übrigens im September gefunden.

Dieses Jahr also wieder: 4:30 Uhr Weckerklingeln, Kaffee kochen (diesmal zumindest mit Thermoskanne) und ab ins kalte Auto Richtung Osten. Wir wollten zu den Schrammsteinen. Eine der bekanntesten Steinformationen würde ich mal behaupten und im Sommer wimmelt es dort von Wanderern und Kletterern. Im Dezember 6 Uhr Morgens ist man da allerdings alleine. Temperaturen um die null Grad lassen einen die Daunenjacke wertschätzen. Komoot, verantwortlich für die Routenplanung, führt uns direkt den steilsten Weg nach oben, den es gibt. 13% Steigung zeigen einem auch schnell, was der Stollen im Advent angerichtet hat und die anschließenden Treppen und Leitern sorgen dafür, dass man das auch so schnell nicht vergisst. Immerhin friert man nicht mehr.

20171227-0006 20171227-0007 Leitern und Treppen sind der einzige Weg nach oben.

An der Schrammsteinaussicht angekommen weht uns so ein heftiger Wind entgegen, dass wir erst einmal zurück in den Windschatten gehen und frühstücken. Ein Hoch auf warmen Kaffee. Wir suchen uns geschütztere Orte für Fotos und finden glücklicherweise einen Felsvorsprung an dem man nicht nur auf die Schrammsteine, sondern auch in die andere Richtung des Elbtals schauen kann. Dadurch hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Zschirnsteine und den Schneeberg

Elbtalpanorama Elbtalpanorama mit Blick auf die Zschirnsteine und den hohen Schneeberg.

Der Sonnenaufgang der danach folgte war phänomenal. Selten so einen epischen Himmel gesehen. Da stört es dann auch nicht, dass der Vordergrund voll mit Buchen steht, die laubfrei sind (Auch wenn das bedeutet, dass wir im Herbst auf jeden Fall noch mal hin müssen).

Zschirnsteinsteine im Sonnenaufgang Layers.
Zschirnsteine im Sonnenaufgang

hintere Schrammsteine Wer hätte gedacht, dass in die Sonne fotografieren auch gut aussieht

hintere Schrammsteine gezoomed Und weil’s so schön war, noch mal näher ran

Als die Sonne dann endlich oben war, sind wir dann doch mal zum eigentlichen Ziel unserer Wanderung gegangen und haben die Schrammsteine fotografiert. Zu dem Zeitpunkt war ich etwas enttäuscht von der Komposition, aber im Nachhinein, finde ich, verfehlt das Bild doch nicht seine Wirkung.

Schrammsteine Die Schrammsteine

Samuel wollte gerne, neben den großen Vistas, auch die intimeren Landschaften im Wald fotografieren. Im Winter bietet sich dafür natürlich ein Nadelwald an und so sind wir auf dem Rückweg noch Richtung Kirnitzschtal gelaufen. Auswahl an “schönem” Waldboden (Ja, ich klinge auch in meinem Ohr wie ein baumknutschender Öko aber hey ¯\(ツ)/¯ ).

Wie zu erwarten, gestaltetete sich die tatsächliche Bildwahl dann schwierig, aber interessant.

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