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Open Mate – Mateeistee selbst gemacht 10

Es soll ja diese Koffeinsüchtigen geben. Diese (scheinbar) unermüdlichen Leute. Ich soll angeblich auch zu diesen gehören. Doch auch wir haben nur ein Getränk, das Aufputscht und lecker ist. Die Rede ist von Mate. Genauer gesagt, Club Mate. Für diejenigen die nicht Wissen, was Mate ist: Der Wikipedia-Eintrag ist sehr gut.

Aber nun zum eigentlichen Anliegen des Eintrags. Club Mate ist relativ teuer und für so einen armen Schüler, wie mich, nicht zu leisten. Daher, einfach selbst gemacht. Ganz dem open Source Gedanken folgend, veröffentliche ich also den Quellcode meines Rezeptes.

Das ganze ist relativ leicht zu machen. Ihr braucht für einen Liter:

  • 4 TL Matetee
  • 4 TL braunen Rohrzucker
  • Saft einer halben Zitrone

Das wars schon. Gemacht ist der schnell. Aufwand (ohne Abkühlen) ca. 5min. Zunächst kocht ihr das Wasser (logisch). Manche Leute sagen, man soll das Wasser anschließend kurz abkühlen lassen. Imho schwachsinn. Aber gut. Dann den Mate Tee aufgießen und 4 Minuten ziehen lassen (hat sich bei mir als Richtwert gezeigt. Kürzer, er schmeckt nach nichts, länger er wird ganz schön herb). Innerhalb dieser Zeit kann die Zitrone ausgepresst werden (wer auf Ästhetik steht, sollte den Saft filtern, sonst siehts nicht wirklich appetitlich aus^^). (Für Leute mit mehr Zeit bitte dem Stern (*) folgen) Jetzt alles zusammen gießen und noch den Zucker hinzugeben (Wer’s süßer mag, gerne. Wer nicht, der nicht. Mir schmeckt es jedenfalls so). Das wars. Ab in den Kühlschrank und kalt genießen. Homebrew-Mate bei 3°C^^

(*) An alle Leute mit Sodaclub und einem Lappen^^:Man kann das ganze auch noch mit Kohlensäure versehen. Allerdings: Es dauert wesentlich länger und wird (zumindest bei mir) eine höllische Sauerei. Also. Der Tee muss zuerst abkühlen, damit die Flasche nicht schmilzt. Außerdem darf nichts weiter drinn sein, da sonst die Düse verklebt. Einfach den Tee sprudeln. Ein bisschen Wasser warm machen und Zucker+Zitrone darin lösen und zusammen mixen.

Ansonsten kann ich hier nur auf das Interview von Maclites mit dem Geschäftsführer der Loscher KG verweisen. Ist auf jeden Fall lesenswert!


Kommentare

1

Flo

schrieb am 5. November 2010 um 11:06 Uhr:

Hej,
vielleicht als kleinen Anreiz zum “weiterforschen” meine Erfahrungen auf der Suche nach dem perfekten DIY Club Mate.
Zunächst – ich will es unbedingt mit Kohlensäure. Es soll so schmecken wie das Original(auszer Zucker, s.u.) und Mate ohne Kohlensäure schmeckt mir persönlich einfach nicht.
Also bleibt nur das Soda-Max(oder wie auch immer das Teil heiszt) oder ein Sirup bzw. Konzentrat.
Mein erster Versuch war mehr so aus Spasz an der Freude, wobei sich jedoch das Potential als grosz herausgestellt hat.
Ich habe aus einem benutzten Teesatz(ein halbes Kalebasse trockene, gehäckselte Blätter 4-6 Mal aufgegossen, weisz nicht mehr genau) einen Kaltwasserauszug gemacht, knapp 0,3 Liter Leitungswasser und dann in einer Tupperschüssel(spätere Versuche beweisen, dass auch ein altes Gurkenglas oder ähnliches taugt) über Nacht ziehen lassen.
Sieben gehäufte Teelöffel Rohrohrzucker reichen mir aus, ich bin da ein wenig pingelig mit dem ungesunden Zeug. Zucker kommt natürlich auch über Nacht rein, sonst dauerts Ewigkeiten, bis das aufgelöst ist.
Wenns lang genug gezogen hat, mit einem Teefilter die Blätter rausfiltern und das Konzentrat ist fertig. 1/4 davon mit kohlensäurehaltigem Wasser auffüllen und einen Spritzer Zitrone reinmachen(nicht zuviel). Eiswürfel dazu=perfekt!
Es ist ungünstig, Zitrone zu dem Konzentrat hinzuzufügen, denn den nächsten Tag über ist alles noch in Ordnung, aber spätestens am darauffolgendem ist jegliches Aroma verschwunden(weisz auch nicht, komisch komisch).
Das ist natürlich hinfällig, wenn das Konzentrat direkt am Folgetag aufgebraucht wird, zB auf einer Party in Form von Turbomate(50Prozent ClubMate 50 Prozent Sekt).
Aus Geiz habe ich das Konzentrat bisher immer nur aus benutztem Mate gemacht, weil es dann auch nicht so heftig knallt wie das Original.
Aber die Qualität schwankt(wahrscheinlich wegen des schlechten, ausgelutschten Ausgangsmaterial) leider sehr.
Also bitte schreibt mir, wenn ihr “Forschungserfolge” zu vermelden habt, grade was das Thema “Qualitätskonstanz” angeht.
High five,
Flo

2

admin

schrieb am 5. November 2010 um 16:19 Uhr:

Ich werde das mal an meinen Bruder weiterleiten, der im Moment derjenige ist, der bei uns Mate kocht. Ich hab schlicht ein Zeitproblem.

Aber danke für die Ideen – das klingt doch schonmal viel versprechend!

3

Daniel

schrieb am 11. Dezember 2010 um 19:00 Uhr:

mit mate hat das interview leider nicht viel zu tun…

lässt sich sicher gut vergleichen mit gefiltertem und verdünntem apfelsaft, so ein konzentrat

4

Synphonic

schrieb am 6. Januar 2012 um 19:33 Uhr:

Aus Mangel einer leistbaren Club-Mate Quelle in Wien hab ich etwas experimentiert und folgende Rezepte entwickelt:

NORMAL:
1Lieter Wasser zum kochen bringen
50Gramm Zucker darin auflösen
die Lösung auf ca, 70C abkühlen lassen
10 Gramm grünen Matetee (nur Blätter) 5Minuten ziehen lassen
abseihen und 1Gramm (1/2 TL ) Zitronensäure (entspricht einer Zitrone) lösen. Das ganze auf Trinktemperatur bringen in eine Sodaflasche füllen und mit Kohlensäure versetzen.
Danach die Maschien gut reinigen um ein Verstopfen der Düsen zu verhindern –> GENIESSEN
Um das Reinigen zu vereinfachen kann man den Zucker auch erst nachdem Sprudeln in Form eines Sirups, den man aus 50g Zucker und 20g Wasser kocht, hinzufügen

LIGHT:
1Lieter Wasser auf ca, 70C erhitzen,
10 Gramm grünen Matetee (nur Blätter) 5Minuten ziehen lassen,
abseihen und 1Gramm (1/2 TL ) Zitronensäure (entspricht einer Zitrone) sowie 4 Stevia Tabletten bzw. 2-3 Süßstoff Tabletten lösen. Das ganze auf Trinktemperatur bringen in eine Sodaflasche füllen und mit Kohlensäure versetzen.
–> GENIESSEN

Ich muss dazu sagen, dass beide Rezepte nicht 1:1 nach Club-Mate schmecken. Das besonders Herbe des Originals konnte ich nicht nachbilden. Für Tipps dahingehend bin offen.

5

admin

schrieb am 10. Januar 2012 um 12:06 Uhr:

Darf ich das Rezept mit in das Kanedo-Blog-Kochbuch aufnehmen? Natürlich mit Namennennung

6

Adrian

schrieb am 30. Mai 2012 um 11:37 Uhr:

Ich trinke seit vielen Jahren Mate auf dem Standardweg wie in Südamerika. Also aus Quampa(Auch Kalebasse) und Bombilla. Ich habe vor kurzem zum ersten mal Club-Mate probiert und empfinde, dass er stark nach geröstetem Mate schmeckt. Gibts z.B. bei Tee Geschwendner. Ist aber nicht so günstig wie normaler Yerba Mate, den einem die Freunde aus Paraguay mitbringen.

Also mein Tipp: Probierts mal mit geröstetem Mate. Bin gerade selbst dabei :)

Oh, er hat lange genug gezogen. ;-)

7

Jule

schrieb am 11. September 2012 um 16:28 Uhr:

He tolle Idee – mein Freund trinkt dieses Zeug ständig, leider vgeht dafür auch ein kleines Vermögen drauf …

So ein SodaMax haben wir auch noch irgendwo rumstehen. Wär doch gelacht, wenn ich das nicht hinbekomme!

lg,
Jule

8

kochen | Pearltrees

schrieb am 22. Juni 2013 um 20:12 Uhr:

[...] Open Mate – Mateeistee selbst gemacht [...]

9

NewZealand

schrieb am 30. Juni 2013 um 17:13 Uhr:

hallo zusammen,

ich habe versucht, einen mir sehr gut schmeckenden kräuter-tee in kaltem zustand mit hilfe eines soda-maxx mit kohlensäure zu versetzen… bei geringen mengen und mit großer Vorsicht gelang es halbwegs…aber ruck zuck schäumte es über und es wurde eine relativ feuchte Angelegenheit. hat jemand einen tipp, wie das ganze entspannter ablaufen kann?

10

Eistee | nutrimatic.net

schrieb am 19. Juli 2014 um 12:00 Uhr:

[…] Als Teesorten empfehlen sich alle grünen und schwarzen Teesorten. Kräutertees sind auch sehr lecker. Der Klassiker für den geneigten NerdHipster ist natürlich Yerba-Mate […]

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